Therapie-Konzept

Die sozialtherapeutische Arbeitsweise geht vom Individuum und dessen Begleitbedarf aus. Ihr Instrument ist die Beziehungsdienstleistung. An ihr sind die BewohnerInnen mit gestaltend beteiligt. Die Stiftung St. Beatus verfolgt das Ziel, die BewohnerInnen in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen und gesund erhaltende bzw. gesundende Prozesse anzuregen.

Die Stiftung hat keinen individualtherapeutischen Auftrag. Einzeltherapien werden wenn nötig ärztlich verordnet und/oder sind explizit von der/dem einzelnen BewohnerIn gewünscht. Sie werden extern und/oder von externen TherapeutInnen durchgeführt. Die Bezugspersonen beraten die Bewohnenden, bei Bedarf auch deren Angehörige, in Bezug auf Therapien, deren Durchführung und Finanzierung. Die Stiftung hilft, geeignete Angebote zu finden und begleitet wo nötig zu Therapien.

Milieutherapeutische Gemeinschaftsgestaltung

Die Stiftung St. Beatus hat im Rahmen der Gestaltung der Gemeinschaft einen milieutherapeutischen Auftrag. Das Gemeinschaftsleben in der Stiftung als Lebens-Raum der Bewohnenden ist von allen gemeinsam so zu gestalten, dass es möglichst gesundend bzw. gesund erhaltend und „seelenhygienisch“ wirkt.

Das beginnt bei der Gestaltung der Räume selbst, der Innenräume wie der Umgebung,
setzt sich in einem bewusst in Anknüpfung an übergeordnete kosmische und Bio-Rhythmen gegliederten Tages-, Wochen- und Jahresrhythmus fort,
der mit bewusst gestalteten rituellen Elementen wie dem Morgenkreis oder den Jahres(zeiten)festen akzentuiert wird,
und findet seinen Ausdruck auch darin, wie Sozialprozesse angeregt, begrenzt und gesteuert werden.

Die Gemeinschaft bietet den Bewohnenden Lern- und Entwicklungsräume ebenso wie Rückzugsmöglichkeiten.

Angebote im Bereich Bewegung, Körperwahrnehmung, Sinnespflege.

Ziel der Angebote ist, den BewohnerInnen zu ausreichender Bewegung zu verhelfen und sie darin zu unterstützen, sich – bildlich gesprochen – in ihrem Körper zu Hause, sich wohl in ihrer Haut zu fühlen. Die Angebote unterstützen die Selbstwahrnehmung und untermauern das Selbstwertgefühl. Künstlerische Angebote schulen die Sinne, fordern zur Auseinandersetzung mit den eigenen kreativen Kräften, Grenzen und Fähigkeiten auf; sie unterstützen ein realistisches Selbsterleben und sorgen für Erfolgs-Erlebnisse. Die Teilnahme an solchen Angeboten ist freiwillig.
Beispiele sind: Eurythmie, Singen&Tanzen, Laufen und Schwimmen, Malen und Musik.